Bücherei Ornbau

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Lesetipp

Lesetipp 

 

Ulrike Schweikert: "Das Antlitz der Ehre"
                               

 

Elisabeth gerät im Jahre 1430, ohne es zu wollen, in die politischen Wirren um die Macht in Würzburg und verliert dabei fast ihre Ehre als Tochter des Fürstbischofs. Anfang des 15. Jh. wird Johann II. von Brunn, Bischof von Würzburg, wegen seiner Verschwendungssucht und seiner vielen Mätressen abgesetzt. Mit seiner Tochter Elisabeth wird er vom Marienberg in die abgelegene Burg Zabelstein verbannt, von wo er alle möglichen Intrigen in die Tat umsetzt, um auf den Marienberg zurückzukehren. Auch die Ehre seiner Tochter setzt er dafür aufs Spiel. Elisabeth ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu ihrem Vater und derjenigen zu Albrecht von Wertheim, der als Stellvertreter ihres Vaters fungiert. - Ein spannender und mit vielen historisch verbürgten Figuren und Ereignissen aufwartender Roman, der uns das 15. Jh. im Bistum Würzburg miterleben lässt. Am Beispiel des Bischofs Johann II. zeigt Schweikert die Machtgier vieler kirchlicher Würdenträger dieser Zeit, denen das eigene Wohlergehen und ihre Macht mehr am Herzen lag als nach den Grundsätzen ihres Glaubens zu leben. Die realistisch und detailliert gezeichneten Charaktere und deren Lebensumstände sind ebenso sachkenntnisreich gezeichnet wie die Handlung selbst. Gerne empfohlen!

 

Buchvorstellung Christopher Paolini: Eragon- Das Erbe der Macht (Neuerscheinung vom 19.11.2011)

 

Im vierten und letzten Band der Serie gelingt Eragon der Sieg über Galbatorix und sein Imperium.

Ein blutiger Krieg mit unzähligen Toten hat die Varden und ihre Verbündeten bis kurz vor die entscheidende Schlacht mit dem Tyrannen Galbatorix geführt. Als dieser die Heerführerin der Varden entführt, tritt Eragon an ihre Stelle, unsicher darüber, ob er Galbatorix besiegen kann. Doch er und Saphira finden in letzter Minute nicht nur unzählige Seelenhorte, sondern auch Dracheneier. Mit der Unterstützung der Drachen, die ihre Kraft an Eragon übertragen, gelingt es Eragon, Galbatorix zu töten. Eragon versucht den Frieden dauerhaft zu sichern, bevor er das Land mit Saphira für immer verlässt, um an einem sicheren Ort Drachen und neue Drachenreiter auszubilden. - Eine Zusammenfassung der Vorgänger hilft beim Einstieg in den letzten Teil. Auch wenn blutiges Morden auf dem Schlachtfeld dominant ist, begleitet der Leser in Paolinis ausgefeilter Fantasy-Welt den Protagonisten auf der Reise zu sich selbst und beim Erwachsenwerden, was einige nachdenkliche Züge in den Roman einbringt. Für Eragon-Fans ein Muss und lesenswerter Abschluss!

Cornelia Klöter(borromedien)

 

Buchvorstellung

Christine Nöstlinger: Franz auf Klassenfahrt (ab 2./3. Klasse)

Freund und Freundin zu haben, die einander nicht mögen - schwierig für Franz.

Eberhard ist der Schulfreund von Franz, Gabi aus der Parallelklasse die Nachmittagsfreundin, sehr bestimmend und eifersüchtig. Franz kommt damit zurecht, dass die beiden einander nicht mögen, bis eine gemeinsame Klassenfahrt ansteht, bei der Konflikte vorprogrammiert sind. Manches löst sich für Franz auf einfache Weise, anderes wird dramatisch: Drei passen nicht unter einen Hut! Trotzdem ist Franz am Ende ganz zufrieden. In bewährt charmanter Weise und gelegentlich frechem Ton hat Nöstlinger eine psychologisch interessante und glaubwürdige Geschichte vorgelegt, die ohne “heile Welt” auskommt. - Kurze Kapitel, Flattersatz mit relativ langen Zeilen, kleinere Bildbeigaben machen dieses Buch (...) geübteren Erstlesern zugänglich. Aber auch als Vorlesebuch geeignet! Allen Büchereien sehr zu empfehlen.

Monika Born (borromedien)

 

Buchbesprechung

Volker Klüpfel und Michael Kobr: "Schutzpatron"

 

Hauptkommissar Kluftinger erlebt eine Posse um einen Kunstdiebstahl.

Der Kemptener Hauptkommissar Kluftinger hat zusammen mit seinem skurrilen Team einen neuen Mordfall zu klären. Eine alte Dame wurde in einer Autowerkstatt tot aufgefunden, der Hausarzt diagnostizierte zunächst einen natürlichen Tod durch Herzinfarkt, tatsächlich weist die Frau jedoch Würgemale am Hals auf. Außerdem kommt der große Schatzfund von Burg Kalden mit der Magnus-Reliquie zurück ins Allgäu und Kluftinger wird von seinem niederbayerischen Chef Lodenbacher in die Arbeitsgruppe delegiert, die für die Sicherheit der Kostbarkeiten zuständig ist. Zu allem Unglück ist Kluftinger auch noch sein heiß geliebter alter Passat abhandengekommen und er geniert sich, das Missgeschick seiner Frau Erika und den Kollegen zu gestehen. Ganz schön viel Stress also für den behäbigen, eigensinnigen und unverbesserlich technikfeindlichen Kommissar. In seinem mittlerweile sechsten Fall ist Kluftinger jedenfalls wieder voll in seinem Element. Die einen werden ihn mögen, den anderen ist er vielleicht ein bisschen zu langatmig und durchsichtig, aber die gute Unterhaltung für die große Fangemeinde ist garantiert.

Marion Sedelmayer (medienprofile.de)

 

Buchbesprechung

Lincoln Peirce: Super Nick. Bis später, ihr Pfeifen!

 

Comic-Roman um Chaot Nick, der dem Schulalltag trotzt.

Die Figur des Super Nick hat der Autor und Cartoonist Lincoln Peirce ursprünglich für den Comic-Strip "Big Nate" erfunden, der in mehr als 200 amerikanischen Zeitungen und täglich auch im Internet erscheint. Alles beginnt damit, dass der sympathische Chaot Nick in einem Glückskeks die Weissagung erhält: "Heute wirst du alle übertreffen!" Mit der Gewissheit, dass das Glück auf seiner Seite ist, trotzt er den Widrigkeiten des amerikanischen Schulalltags und heimst einen Verweis nach dem anderen ein. Zum Beispiel macht er sich ganz lässig über eine Mathearbeit her und merkt erst zu spät, dass auf der Rückseite noch viele Aufgaben stehen. Oder er versucht dem verknöcherten Biolehrer ein Lächeln abzuringen - natürlich mit dem Erfolg eines weiteren Verweises. Absolut komisch folgt eine liebenswerte Katastrophe auf die andere bis zum Ende des Schultages. Als sich Nick schließlich zum Nachsitzen aufmacht, stellt Mrs Czerwicki, die Aufsichtsperson fest, dass es noch keinem Schüler gelungen ist, sieben Verweise an einem Tag zu bekommen. Das ist die Krönung! Nick kann sein Glück kaum fassen. In dem großartigen, liebevoll mit Humor ausgestatteten Buch tritt der Text zugunsten zahlreicher Bildergeschichten in den Hintergrund. Ein echter Comic-Roman also, dem viele Leser zu wünschen sind. (Übers.: Bettina Spangler)

Ursula Reich